Theatre Performance

So Foul and Fair a day I have not seen
02 | 02 | 2018

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Performance – there to meet with Macbeth nach William Shakespeare

MIT

Marie Domnig, Lennard Eger, Rosa Falkenhagen, Konstantin Gries, Nick Romeo Reimann, Janus Torp, Tenzin Kolsch
Klara Wördemann

INSZENIERUNG – Moritz Hauthaler/ DRAMATURGIE – Franz Jäger-Waldau/ BÜHNE UND KOSTÜM – Xaver Unterholzner/ BÜHNENBILDASSISTENZ – Botond Devich/ VIDEO – Vanessa Ivan / LICHT UND TON – Katrin Langner & Fiona Hamann

Eine Produktion des KUNST BLOCK BALVE in Zusammenarbeit mit der “Otto Falckenberg Schule”

All images by Max Christmann

Vom Sturz der Weltordnung

Die Handlung der Tragödie ist geläufig: Macbeth, ein zunächst rechtschaffener Heerführer des Königs von Schottland, erfährt nach einer siegreichen Schlacht von drei Hexen, Fürst, dereinst aber König zu werden. Seinem Mitstreiter Banquo prophezeien die Hexen hingegen, er werde der Stammvater eines Geschlechts von Königen.

Die Hexen sind kaum verschwunden, da erfährt Macbeth, dass Duncan, sein König, ihn in den Fürstenstand erhoben habe – Der erste Teil der Prophezeiung ist in Erfüllung gegangen. Um auch den zweiten Teil zu verwirklichen, um König zu werden, berät sich Macbeth mit seiner Frau, Lady Macbeth. Diese drängt ihren anfänglich zögernden Mann dazu, den König im Schlaf zu ermorden. Sie selbst verspritzt Blut auf die Hofdiener, damit diese in Verdacht geraten. Beide Söhne von Duncan fliehen, was Macbeth ausnutzt, um sie der Tat zu beschuldigen und sich selbst zum König ausrufen zu lassen. Die zweite Prophezeiung ist somit in Erfüllung gegangen.

Macbeth glaubt, sich nur durch weitere, immer blutrünstigere Mordtaten an der Macht halten zu können. Es kommt zu einem dramatischen, wiederum durch einen missverständlichen Hexenspruch ausgelösten Ende. Lady Macbeth verliert den Verstand, verrät sich und ihre Verbrechen und begeht schließlich Selbstmord. 
Der König, Macbeth, verliert sein Leben, sein Bezwinger Macduff trennt ihm den Kopf ab und lässt diesen dem neuen König bringen – ein Stück über den Sturz der Weltordnung und ihrer Wiederherstellung.

Polydrama

Macbeth ist als eine Symbiose zwischen Schauspiel und Performance konzipiert, in dem es dem Publikum erlaubt sein soll – in Form eines Polydramas – verschiedene, parallel verlaufende Szenen zu durchleben; der linearen Erzählhandlung wird dabei nur wenig bis keine Rolle zugemessen – wichtiger ist sich aus den gegebenen Assoziationen seine eigene Narrative zu bilden, Alle Szenen können deshalb wie gleichberechtigte Episoden gehandelt werden – in der die Reihenfolge nicht maßgeblich wichtig ist.