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Help Alive Inside

Wie sich die Menschen im Kultfilm „Dawn of the Dead“ in einem Einkaufszentrum als letzte Rettung vor den Untoten zusammen finden, so ist auch der KUNST BLOCK BALVE (kurz: KBB) die letzte Rettung vor dem Parasiten, der sich in München fest gesetzt hat. Hier ist das Leben der Parasit, der sich durch die maroden und zerfallenen Mythen frisst, die um die Jahrhundertwende begründet wurden. In Form des KBB entsteht darum eine Plattform des künstlerischen, kulturellen und sozialen Austauschs, die die junge Kultur wieder zu einem festen Bestandteil des Lebens der Stadt macht.

So wird durch die Bereitstellung von Räumen und Mitteln für kreatives Arbeiten, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, nicht nur eine bestehende Lücke innerhalb des öffentlichen, kulturellen Lebens und der zeitgenössischen Kunstproduktion und –rezeption in München gefüllt. Vielmehr trägt er dazu bei, dass trotz steigender Mietkosten und fehlender Fördermittel im Kulturbereich, die Kluft zwischen bereits etablierten Kulturschaffenden und der jungen Szene nicht weiter wächst. Dreh- und Angelpunkt der in der ersten Ausstellung präsentierten Arbeiten ist eben dieser Kampf, der hier aus unterschiedlichen Perspektiven spielerisch dokumentiert wird:

Klaus von Gaffron stellt ein Stück Hoffnung in Form eines Triptychons mit dem Titel “ reits I – III „ in greifbare Nähe; Dieter Rehm zeigt mit seiner Arbeit „Roxy“ die Formen und formalen Techniken der Werbemaschinerie auf; Michael Hofstetter versucht mit seiner Arbeit „Absent“ praktisch die physische Präsenz und zugleich die kreative Absenz formal darzustellen; Gabi Blum zeigt mit Ihrer Arbeit „New York Fassade“ ein Stück Fassade, die sich als Kopie von allen Seiten offenbart; Daniel Bräg‘s Arbeit stoppt den Zerfall mit seiner sowohl ästhetischen und zugleich außergewöhnlichen Art der Konservierung; Christian Leitna mit seiner Arbeit „Mit dem Rücken zur Wand“ (oder „Same Game new Rules“) setzt neue Spielregeln, bittet zum Kampf und bietet zugleich mit einer versteckten Arbeit einen Beobachtungspunkt; Manuel Eitner greift mit seiner Arbeit dieses Spiel auf und bricht durch das System; Nico Kiese greift mit seiner Arbeit „Das Brot ist die Nahrung des Körpers, die Narzisse ist die Nahrung der Seele; und wer zwei Brotlaibe hat, soll einen davon für den Preis der Narzisse festlegen“ die Substanz an und versucht Halt zu gewinnen; Lisa Geller sperrt das Leblose, nicht Aufzuhaltende in Ihren Kiosk ein und fungiert selbst wie ein architektonischer Parasit; Florian Froese-Peeck zeigt ein Stück „neue Heimat“, jedoch fehlt seinem Koloss auch hier die Lebensgrundlage, denn er liegt auf dem Trockenen.